Gebrauchte Computer

Der Markt für Computer von gebrauchten PCs über gebrauchte Notebooks und Laptops bis hin zu den aktuell sehr gefragten Tablets wächst in einem rasanten Tempo. Die Statistik zu der Ausstattung von Haushalten in Deutschland zeigt dazu ein klares Bild. Schon im Jahr 2008 waren laut dem Statistischen Bundesamt mehr als 75 % aller Haushalte in Deutschland mit einem Computer ausgestattet und dies mit wachsender Tendenz. Heute kann davon ausgegangen werden, dass annähernd 100 % erreicht sind. Bei aktuell rund 40 Millionen Haushalten bedeutet dies mindestens ebenso viele Rechner in unterschiedlichen Bauformen. Nicht selten befinden sich gerade bei Familien mit einem oder mehr Kindern nicht nur ein Rechner in Betrieb, sondern oft drei oder vier. Alle diese Computer besitzen eine relativ kurze Nutzungsdauer und werden meist schon nach 1 oder 2 Jahren gegen neuere Modelle oder andere Bauformen ausgetauscht. Ein gutes Beispiel hierfür ist der aktuelle Trend hin zu Tablets, der viele Nutzer gebrauchter Notebooks oder gebrauchter Laptops veranlasst, ihre Geräte auf dem Markt anzubieten. Folglich besteht eine gute Möglichkeit aktuell einen Laptop gebraucht genauso wie andere gebrauchte Computer zu günstigen Konditionen und in einem guten Leistungsspektrum zu erwerben.

Wer sich für gebrauchte PC oder gebrauchte Laptops interessiert, sollte vor dem Kauf und bei der Auswahl des Wunschgerätes einige Dinge beachten, um wirklich ein Gerät zu erhalten, das den Erwartungen entspricht. Geauso kann sich ein Verkäufer daran orientieren, wenn er oder sie ihr Gerät zum Kauf anbieten.

Grundlegend ist die Frage nach dem Verwendungszweck. Für was wird der Rechner benötigt? Etwa nur für Schreibarbeiten oder für Spiele? Sollte das Gerät mobil sein oder wird es einen festen Platz in der Wohnung einnehmen? Danach kann sich die Auswahl der Bauform wie ein Laptop, Notebook, Desktop-PC, Tablet oder eben ein Tower richten. Bei Geräten, die aus mehreren Komponenten bestehen, stellt sich weiterhin die Frage, ob ein komplettes Gebrauchtsystem in Frage kommt oder die einzelnen Komponenten wie der Tower, der Monitor und weitere Peripherie einzeln gekauft werden.

Die zweite Frage bezieht sich auf die Ausstattung und das Betriebssystem oder das Operating System. Dabei stehen heute überwiegend drei verschiedene Systeme zur Auswahl, wobei sich das Google-Android-System hauptsächlich auf Smartphones und Tablets beschränkt. Im Weiteren ist es vor allem Microsoft mit den verschiedenen Windows-Betriebsystemen, die den Markt beherrschen und bei vielen gebrauchten Geräten bereits aufgespielt sind. In kleinerem Umfang finden sich zudem auch PC mit dem Macintosh-Betriebssystem von Apple. Diese funktionell höherwertigen Geräte zeichnen sich durch ihre Kombination von Hard- und Software aus und gelten gerade im Business-Bereich als zuverlässige Begleiter im geschäftlichen Alltag. Der recht hohe Anschaffungspreis schlägt natürlich auf den Gebrauchtmarkt durch, wobei ein MAC auch als Gebrauchtgerät durch seine Qualität überzeugt. Der einzige Wermutstropfen ist der geringere Umfang an Software, der für diese Geräte zur Verfügung steht. Apple setzt hier bewusst Grenzen, um die Sicherheit des Systems nicht zu gefährden.

Neben der Ausstattung bezüglich des Betriebssystems ist für die Leistung der auf dem Mainboard verbaute Prozessor verantwortlich, wobei schon seit längerem Mehr-Kern-Prozessoren eingebaut werden, die sich inzwischen auch in gebrauchten Rechnern finden. Vierkern-Prozessoren zählen heute bereits zum Standard in praktisch allen Bauformen bis hin zum höherwertigen Smartphone. Auch der Arbeitsspeicher darf in diesem Bezug nicht unerwähnt bleiben. Random-Access Memory oder kurz RAM ist ein Datenspeicher in den Rechnern, der als Arbeitsspeicher alle kurzfristig anliegenden Prozesse abarbeitet. Je größer dieser Speicher ist, desto schneller werden die gestellten Aufgaben erledigt. Allerdings besitzen viele gebrauchte Computer in der Ausstattung eine Begrenzung in der möglichen Nutzung des RAM. Ein Arbeitsspeicher mit 4GB (4096 MB) ist bei gebrauchten Geräten schon ein guter Wert. Manchmal werden aber auch 8GB (8192 MB) angegeben, wobei der Rechner selbst nicht unbedingt in der Lage ist, diese Kapazität auch wirklich zu nutzen. Daneben sollte aber auch die Grafikleistung betrachtet werden, gerade wenn etwa ein Laptop gebraucht erworben wird. Die mobilen Geräte werden sehr oft für Spiele oder Videos verwendet, was eine gute Grafikkarte voraussetzt. Eine hohe Rechenleistung der Grafikkarte sorgt dafür, dass Filme und Spiele ruckelfrei laufen.

In diesem Zusammenhang ist eine weitere Frage von Bedeutung. Die Größe des Monitors oder des Displays. Gebrauchte Laptops wie auch Notebooks werden mit Displays von 11 bis zu 17 Zoll angeboten. Allerdings werden die Geräte mit zunehmender Größe auch schwerer. Ausnahmen davon sind die recht neuen Ultra-Books, die aber auf dem Gebrauchtmarkt noch keine große Rolle spielen.

Zur Ausstattung eines Rechners gehören natürlich die verschiedenen Anschlüsse für die Peripherie. Sehr wichtig sind hierbei USB-Schnittstellen, die den aktuellen Standard in der Verbindungstechnologie zwischen Rechnern und anderen Geräten darstellen. USB 3.0 ist der aktuelle Standard, wobei Geräte mit dieser Ausstattung abwärtskompatibel sind, das bedeutet dass ein USB 2.0 Kabel auch an einem USB 3.0 Anschluss funktioniert und ebenso umgekehrt, jedoch immer nur mit der leistungsschwächeren Version. Daneben finden sich an praktisch allen gebrauchten Rechnern natürlich Klinkenanschlüsse für Kopfhörer oder Lautsprecher sowie meist noch ein Video-Eingang und ein Mikrofon-Anschluss. Als Schnittstellen bestehen noch viele weitere Ein- und Ausgänge, die zur Ausstattung eines gebrauchten Gerätes gehören können, die aber in der tatsächlichen Nutzung eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Alter und allgemeiner Zustand des angebotenen Rechners sind weitere Faktoren. Ein gutes Zeichen ist beispielsweise das Vorhandensein der OVP, der Originalverpackung und vielleicht ist sogar noch die Rechnung aus dem Kauf vorhanden. Beide können Belege dafür sein, dass das Gerät nur einen Vorbesitzer hatte. Je nach Hersteller kann dabei sogar noch eine Garantiezeit laufen, wobei gerade hierfür wiederum der originale Rechnungsbeleg von Bedeutung ist, sollte tatsächlich ein Schaden auftreten, der durch die Garantieleistungen gedeckt ist. Zum allgemeinen Zustand kann auch die Frage gehören, ob im Haushalt des Vorbesitzers Tiere wie Hunde oder Katzen zu finden sind oder der Besitzer Raucher ist. Die Haare der Tiere genau wie der Nikotin des Rauchs beeinträchtigen nicht nur optisch den Zustand des Rechners. Feine Tierhaare können in die Tastatur oder sogar in den Rechner selbst gelangen. Wenn dann jemand mit einer Tierhaarallergie das Gerät erwirbt, wundert dieser sich anschließend über die Krankheitssymptome, obwohl weder Hund noch Katze in der Nähe sind. Über den Geruch und den gelblichen Belag von Raucher-PCs müssen wohl kaum viele Worte gemacht werden.

Die Festplatte eines Computers beinhaltet das Betriebssystem und jede weitere Software genauso wie alle auf dem Gerät gespeicherten Daten vom Schriftstück über Fotos bis hin zur Videosammlung. Hier werden von den Herstellern verschiedene Standards angewendet, die nicht miteinander kompatibel sind. Die meisten gebrauchten Rechner besitzen entweder HDD- oder SSD-Festplatten, wobei der Trend allgemein zu SSD-Festplatten geht und bei neueren Geräten auch zu Flash-Speichern, die den Vorteil besitzen, das in Ihnen keine mechanisch beweglichen Teile mehr verbaut sind. In Bezug auf Festplatten in gebrauchten Computern ist es für den Anbieter wichtig, alle persönlichen Daten zu löschen, bevor das Gerät verkauft wird. Je nach Bedeutung der Daten sollte hierfür eine spezielle Software benützt werden, die den Datenspeicher mehrfach überschreibt, um eine Wiederherstellung zu verhindern.

Nicht zuletzt ist die Leistungsfähigkeit des Akkus und die Art des Akkus gerade bei den mobilen Geräten von Bedeutung. Auch hier kommen wiederum verschiedene Typen je nach Hersteller in gebrauchten Rechnern zum Einsatz. Bei kleineren und größeren Geräten wie Tablets, Smartphones, Notebooks oder Laptops sind es überwiegend Lithiumionenakkumulatoren. Deren Leistungsfähigkeit nimmt mit der Häufigkeit der Ladezyklen ab, auch wenn die Hersteller immer wieder die Langlebigkeit der Akkus beschwören. Ein etwa 2 Jahre alter Akku zeigt meist schon starke Leistungseinbußen. Allerdings lassen sich für viele tragbare Computer Akkus relativ günstig neu im Handel nachkaufen, wobei die Original-Akkus nicht unbedingt besser sein müssen als asiatische Nachbauten.

Wer die hier aufgeführten Punkte zum Kauf gebrauchter Rechner beachtet, wird in unserem Kleinanzeigenportal sicher seinen oder ihren Wunsch-Computer finden genauso wie ein Verkäufer auf eine breite Schicht interessierter Leser trifft.