Motorräder, Mofas & Motorroller

Motorrad gebraucht kaufen oder verkaufen

Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, sich nicht für ein neues Motorrad zu entscheiden, sondern das Fahrzeug gebraucht zu kaufen. Sicherlich spielt hier der Preis für die meisten die wichtigste Rolle: Den ersten Wertverlust hat das Bike bereits hinter sich und man kann unter Umständen für wenig Geld eine tolle Maschine bekommen. Allerdings gibt es hier einige Details, auf die beim Gebrauchtkauf geachtet werden muss. Damit Sie für einen Check bestens gerüstet sind, bietet der nachfolgende Artikel einen guten Überblick über die wichtigsten Punkte beim Kauf eines gebrauchten Motorrads. Dann steht dem Fahrspaß mit dem neuen Bike nichts mehr im Wege!

Motorrad gebraucht kaufen - worauf Sie achten müssen

Ein gebrauchtes Motorrad können Sie beispielsweise von einem Privatverkäufer, aber auch von einem Händler oder bei einer Auktion erwerben. Falls Sie sich mit einem privaten Verkäufer nicht allzu sicher fühlen, können Sie einen Gebrauchtwagenhändler aufsuchen und dort auf Nummer sicher gehen. Zwar sind die Preise hier meist deutlich höher, allerdings erhalten Sie dann auch für Ihr Motorrad bzw. Ihren Motorroller eine Garantie, die mindestens ein halbes Jahr lang eine Gewährleistung auf die wichtigsten Zubehörteile des Bikes gibt. Am besten ist es, Sie erstellen sich vor der Besichtigung eines gebrauchten Motorrads eine individuelle Checkliste. So können Sie sichergehen, dass Sie nichts vergessen und evtl. auch an Fragen denken, die Sie dem Verkäufer stellen möchten.

Der Check des Motorrads

Nehmen Sie sich genügend Zeit, wenn Sie sich ein Motorrad ansehen möchten. Ein gebrauchtes Motorrad hat eine längere Geschichte hinter sich und ist daher natürlich kein Neufahrzeug mehr. Wenn Sie sich nicht allzu gut mit den Feinheiten eines Motorrads auskennen, können Sie natürlich auch eine fachkundige Person mitnehmen, die das Fahrzeug unter die Lupe nimmt. Wichtig: Tagsüber entdecken Sie bei Besichtigungen unter Umständen Mängel, die Sie bei Nacht nicht sehen würden. Führen Sie den Check also nicht zu spät durch.

- Prüfen sollten Sie in jedem Fall, ob das Fahrzeug an irgendeiner Stelle rostet. Vor allem die Felgen, die Speichen, der Auspuff und der Rahmen sind anfällig für Rost. - Sehen Sie sich außerdem den Tank genau an, auch von der Innenseite. Mit einer Taschenlampe haben Sie hier einen besseren Einblick. - Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Bremsen. Sie sollten mit noch ausreichenden Bremsbelägen - mindestens 4 mm - ausgestattet sein. Achten Sie darauf, dass die Abnutzung gleichmäßig erfolgt ist und prüfen Sie außerdem, ob eventuelle Schleifspuren an Armaturen, Scheinwerfern und Teilen aus Kunststoff vorhanden sind. - Auch der Rahmen sollte genau unter die Lupe genommen werden - so zeigt sich schneller, ob eventuell schon Schäden vorhanden sind oder das Fahrzeug einen Unfall hatte. - Ein weiterer Blick gilt dem Fahrwerk: Die Gabel und der Lenkeranschlag sollten intakt und in ihrer ursprünglichen Form angebracht sein. Sind Verbiegungen vorhanden, deutet das meist auf einen Unfall hin.

Tipps für die Probefahrt mit einem gebrauchten Motorrad

Wenn es darum geht, sich ein Motorrad gebraucht zu kaufen, dann kommen Sie um eine Probefahrt vor dem Kauf nicht herum - denn schließlich möchten Sie wissen, wie es mit dem Fahrverhalten des Bikes aussieht. Häufig entdeckt man dabei sogar versteckte Mängel, in der Regel sollte die Fahrt aber vor allem dazu da sein, um zu sehen, ob "die Chemie stimmt". Lassen Sie sich ruhig Zeit bei der Auswahl und seien Sie geduldig mit Motorrädern, die länger nicht gefahren sind. Am besten starten Sie das Bike mit einem kalten Motor. Falls das Motorrad dann sofort wieder ausgeht, sollte das Problem am Vergaser liegen, der dann neu reguliert werden muss.

Prüfen Sie das Standgas: Entstehen hier laute, rasselnde Geräusche? Das ist bei einem Viertaktmotor unter Umständen ein Anzeichen dafür, dass die Steuerkette abgenutzt ist. Weiterhin muss auf das Motorengeräusch geachtet werden. Nimmt der Motor das Gas gut an oder ruckelt er? Vorsicht: Blauer Rauch ist ein klares Zeichen dafür, dass die Ventilschaftdichtung nicht mehr intakt ist oder die Kolbenringe hinüber sind.

In jedem Fall sollten Sie bei der Probefahrt auch mit dem Motorrad auf die Autobahn fahren. Hohe Geschwindigkeiten werden Sie sicher auch später damit fahren und allein schon deshalb ist es wichtig, das Fahrverhalten der Maschine zu testen. Während der Fahrt sollten der Hauptaugenmerk auf den Bremsen, den Reifen, der Kupplung und der Lichtanlage liegen. Übrigens: Ruckelt die Kupplung beim Fahren, deutet dies darauf hin, dass sie relativ abgenutzt ist.

Sollten die Reifen schon älter sein, dann bestehen Sie darauf, den Kaufpreis für neue Reifen vom Kaufpreis abzuziehen. Gebrauchte Motorräder sind keine Neufahrzeuge mehr - hier sollte einem der Verkäufer schon etwas entgegen kommen. Dasselbe gilt auch für die Bremsen, das Öl und die Ketten. Werfen Sie stets ein Auge auf den Kilometerstand - wann fand der letzte Ölwechsel statt? Kaufen Sie ein gebrauchtes Motorrad grundsätzlich nie direkt, sondern erst nach einer ausgiebigen Besichtigung. Vergleichen Sie ruhig auch mehrere Modelle miteinander, bevor Sie sich für den Kauf eines bestimmten Modells entscheiden.

Das Motorrad verkaufen - und wie man richtig vorgeht

Wenn Sie heutzutage ein Motorrad verkaufen möchten, dann haben Sie die Qual der Wahl: Die meisten Menschen nutzen spezielle Anzeigenportale im Internet oder auch die Tageszeitung, um Ihr Fahrzeug zu inserieren. Sicherlich kann man sein Motorrad auch ganz einfach im Internet versteigern, jedoch gibt es - nicht nur bei dieser Variante - erhebliche Nachteile. Richtige Liebhaber von Motorrädern werden sich kaum auf Auktionen einlassen. Sie sind aber genau die Zielgruppe, die den gerechtfertigten Preis für das Motorrad zahlen würde.

Ein wichtiger Punkt, den viele Menschen unterschätzen, ist die Jahreszeit, in der Sie das Motorrad verkaufen möchten. Ideal ist ein Zeitpunkt, an dem das Angebot und die Nachfrage sich in etwa die Waage halten. Wer einen besonders guten Preis für sein Motorrad bekommen möchte, sollte es im Frühling verkaufen. Dann sind auch viele Anfänger unterwegs, die sich ein Einsteigerbike wünschen, um erstmalig an der Motorradsaison teilzunehmen.

Wichtige Tipps für Verkäufer

Als Verkäufer sind Sie dazu verpflichtet, einem etwaigen Käufer beim Kauf stets sämtliche Mängel anzugeben, falls Sie einen Motorroller gebraucht verkaufen möchten. Hier dürfen Sie nichts verschweigen, da im Falle eines Unfalls sogar eine Sachmängelhaftung der Fall sein kann - sofern es im Vertrag dafür keine Erläuterung gibt. Grundsätzlich sollten Sie auf einen schriftlichen Kaufvertrag bestehen, dieser gibt sowohl Ihnen als Verkäufer als auch den Käufer entsprechende Sicherheit. Wichtig ist, dass Sie auf die Fragen der Interessenten eingehen und sie geduldig beantworten, wenn Sie Ihr Bike verkaufen möchten. Nur wenn der potenzielle Käufer all die Informationen über das Motorrad bekommt, die er benötigt, wird er zufrieden sein und über einen Kauf nachdenken.

Gebrauchte Motorräder und Motorroller verkaufen - und was man wissen sollte

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, einen Motorroller gebraucht zu kaufen, da sich so eine ganze Menge Geld sparen lässt. Das gilt auch umgekehrt für den Käufer, da in der Regel sehr viele Interessenten auf ein einziges Angebot kommen. Allerdings sollten Sie keine Kompromisse eingehen, wenn es um Mängel oder auch um andere Probleme mit dem Motorrad geht. Nicht jeder Verkäufer meint es auch wirklich ernst und hat vielleicht sogar nichts dagegen, Unfälle zu verschweigen. Das sollten Sie als Verkäufer auf jeden Fall tunlichst unterlassen. Richtig ist, den Kaufinteressenten über sämtliche Unfälle - falls vorhanden - zu informieren. Nach einem erfolgreichen Verkauf kann das Bike dann abgeholt werden. Denken Sie noch daran, die Versicherung für das Motorrad zu kündigen, damit der neue Besitzer sich selbst darum kümmern kann.